Atemschutzpool

Was ist der Atemschutz-Pool?

Der Atemschutzpool wird bei größeren Einsätzen wird auf Befehl des Einsatzleiters eingerichtet und dient als Sammelstelle, an der verfügbare Atemschutzgeräteträger auf ihren Einsatz warten, sich für den Einsatz ausrüsten können und sich anschließend erholen können, bis sie erneut gebraucht werden. Dieses Konzept bietet einige Vorteile:

Während bei Einsätzen ohne Atemschutzpool die Atemschutzgeräteträger so eingesetzt werden, wie sie an der Einsatzstelle eintreffen, besteht beim Atemschutzpool die Möglichkeit, die Atemschutzeinsätze und damit die körperliche Belastung gleichmäßig auf alle vorhandenen Einsatzkräfte zu verteilen.

Das schwere körperliche Arbeiten unter einer rund 30 kg schweren Schutzausrüstung erschöpft die Geräteträger. Um die oft verschwitzen und nassen PA-Träger vor Wind und Witterung zu schützen, steht ein 6x3m großes, beheizbares Faltzelt zur Verfügung. Dort können die Einsatzkräfte neue Kraft tanken und ggf. ihre Einsatzkleidung wechseln.

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Transport und Aufbau

Ist der Atemschutzpool bei einem größeren Einsatz angefordert worden, wird er von den auf der Wache verfügbaren Kameraden mit einem Transportfahrzeug wie dem GW-Transport oder dem GW-Dekon zum Einsatzot gebracht. Die einzelnen Teile des Pools sind auf Rollwagen gelagert, so dass sie einerseits möglichst schnell verladen und andererseits vor Ort leicht zu ihrem Stellplatz transportiert und aufgebaut werden können.

Insgesamt gehören 4 Rollwagen zum Atemschutz-Pool:

  • 1x Rollwagen "Atemschutz-Pool" mit Zelt, Zelt-Heizung sowie diversem Zusatz-Material
  • 2x Rollwagen "Atemschutzgeräte" mit Atemluftflaschen und Ausrüstung
  • 1x Rollwagen "Beleuchtung" mit Stromerzeuger

Zudem werden für den Atemschutz-Pool auch mehrere Biertischgarnituren zur Einsatzstelle genommen.

Einsatz und Koordination

Zu einem Atemschutzpool gehört neben der benötigten Ausrüstung auch das Einsatzkonzept, welches die Effizienz bei großen Schadenslagen mit vielen benötigten Atemschutzgeräteträgern verbessern soll. Zunächst werden dazu die verfügbaren Geräteträger erfasst und in der Folge von einem extra für diese Aufgabe abgestellten und mit einer weiß-schwarzen Weste gekennzeichneten Abschnittsleiter zentral koordiniert.

Sobald der Pool eingerichtet ist und damit die PA-Träger sowie die benötigte Ausrüstung räumlich sinnvoll geordnet in Bereitschaft gehalten wird, kann der Einsatzleiter über Funk benötigte Atemschutzgeräteträger direkt über den „Leiter Atemschutzpool“ anfordern und in den Einsatz bringen.

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Ruhezeiten und medizinische Überwachung

Nach Abschluss ihres Einsatzauftrages bzw. sobald der Luftvorrat erschöpft ist, kehren die Atemschutzgeräteträger zum Pool zurück. Dort können sie nun ihre Ausrüstung ablegen, eine Pause machen und werden bei Bedarf mit Getränken und Essen versorgt.

Die Atemschutzgeräteträger werden zudem nach jedem Einsatz von den Kameraden der Schnelleinsatzgruppe des DRK Tettnang untersucht. Dadurch werden Unregelmäßigkeiten früh erkannt und es kann festgestellt werden ob, der Geräteträger aus medizinischer Sicht nach entsprechender Ruhezeit für einen Folgeeinsatz geeignet ist