Die neue "Königin" ist da! Feuerwehr Tettnang erhält neue Drehleiter
Feuerwehr Tettnang

Die Feuerwehr Tettnang, Abteilung Tettnang, hat im Mai eine neue Drehleiter erhalten.

Sie ersetzt ein 26 Jahre altes Vorgängerfahrzeug, das zunehmend reparaturbedürftig wurde.

Bei dem neuen, von Magirus aufgebauten Rettungsgerät handelt es sich um ein MAN-Fahrgestell mit einer Motorleistung von 320 PS, ZF-Automatikgetriebe sowie zahlreichen Assistenz- und Sicherheitsfunktionen.

Das Neufahrzeug ermöglicht die Rettung von Personen aus bis zu 32 Metern Höhe, wobei im Korb bis zu fünf Personen Platz finden. Auch die Rettung schwergewichtiger Patienten über eine Trage ist möglich; diese kann horizontal an der Drehleiter sicher befestigt werden.

Die Drehleiter, die auch als „die Königin“ unter den Feuerwehrfahrzeugen gilt, besitzt einen teleskopierbaren Gelenkarm, mit dem auch schwer zugängliche Stellen, wie etwa Dachgauben, angeleitert werden können.

Neu ist ein im Sitz integriertes Atemschutzgerät, sodass sich der Korbfahrer bereits während der Fahrt mit Atemschutz ausrüsten kann, um wertvolle Zeit zu sparen.

Bei der Brandbekämpfung kann nun auf einen im Korb integrierten und vom Boden elektrisch fernsteuerbaren Löschmonitor zurückgegriffen werden, sodass langwierige Brandbekämpfungen über die Drehleiter wahlweise auch ohne Korbpersonal möglich sind. Unterstützt wird der Maschinist dabei durch integrierte Kameras.

Der technische Fortschritt über 26 Jahre hinweg macht sich auch in der Bedienung bemerkbar: Die Geschwindigkeit beim Ausfahren des Leiterpakets – im Ernstfall entscheiden Sekunden bei der Rettung akut gefährdeter Personen – hat deutlich zugenommen. Im Bedarfsfall wird das Bedienpersonal zudem durch neue Softwarefunktionen unterstützt, die Horizontal- und Senkrechtbewegungen des Korbes entlang einer Gebäudefassade erleichtern.

Auch sicherheitstechnisch hat sich einiges getan: Durch eine umfassende Arbeits- und Umfeldbeleuchtung sowohl am Fahrgestell als auch am Korb und Leiterpaket ist ein schnelles Erkennen von Hindernissen und des Arbeitsbereichs möglich.

Nach den bereits erfolgten technischen Schulungen beim Hersteller folgen nun weitere Trainings für die Maschinisten und die Mannschaft durch die Multiplikatoren.