Ferienprogramm bei der Feuerwehr

Gut besucht war das Tettnanger Feuerwehrhaus in den letzten Tagen nicht nur durch die vielen freiwilligen Feuerwehrkameraden, die zur Zeit beinahe täglich bei Einsätzen anderen Menschen zur Hilfe eilen (allein 35 Einsätze im letzten Monat). Auch die frisch gebackenen Bürger Hopfenaus ließen es sich am Mittwoch nicht nehmen, die ebenso für die Kinderspielstadt zuständige Feuerwehr Tettnang zu besichtigen. Am Freitag folgten dann die Teilnehmer des Langnauer Ferienprogramms, welche im dortigen Gerätehaus einen actionreichen Nachmittag verbrachten.

Besuch aus Hopfenau

Zwei Gruppen aus der Kinderspielstadt Hopfenau haben sich am 3. August auf den Weg zur Freiwilligen Feuerwehr in Tettnang gemacht. Dort erwartete die Jungen und Mädchen im Alter zwischen 7 und 13 Jahren ein abwechslungsreiches Programm. Bei der Besichtigung der Funkzentrale erfuhren sie zum Beispiel, wie die freiwilligen Kräfte der Feuerwehr alarmiert werden und welche Aufgaben die Rettungsleitstelle in Friedrichshafen hat. Was zu tun ist, sollten sie selbst einmal einen Brand bemerken, erfuhren die Kinder an der nächsten Station. Hier hatten sie auch die Möglichkeit, einen Handdruckmelder, wie er in Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden hängt, einmal selbst auszuprobieren. Natürlich nur ausnahmsweise, denn "wer damit Unfug treibt und die Feuerwehr nur zum Spaß alarmiert, der muss den Einsatz selbst bezahlen", ermahnte Hermann Pfeiffer die jungen Besucher.

Auch bei schönstem Wetter und Sonnenschein darf die Feuerwehr nicht in kurzen Hosen ausrücken, da waren sich die Hopfenauer einig. Was jedoch ein Feuerwehrmann alles mitnehmen muss und wie schwer diese Ausrüstung ist, überraschte dann doch den einen oder anderen. Das nächste Highlight auf dem Rundgang durch das Feuerwehrhaus war der Schlauchturm. Dieser sowie die große Schlauchwaschanlage im Keller werden benötigt, um die benutzen Schläuche nach dem Einsatz zu reinigen und auf Dichtigkeit zu prüfen. Heiß ersehnt war auch die Besichtigung der Einsatzfahrzeuge, in Tettnang ganze elf Stück, wie die Kinder nach kurzem Zählen feststellten. Zunächst musste natürlich die Kabine genauestens in Augenschein genommen werden, wobei der hohe Einstieg für die jungen Besucher durchaus eine Herausforderung darstellte. Nach dem Öffnen der seitlichen Rollläden staunten sie dann: "Was da alles drin ist". Zum Abschluss ihres Besuches durften die Kinder sich dann auch einmal selbst im Löschen probieren. Mit einer Kübelspritze, angetrieben mit Muskelkraft, galt es verschiedene Ziele umzuspritzen.  

Hopfenau Feuerwehr 1

Bilder: Schwäbische Zeitung Tettnang / Linda Egger

 

Ferienprogramm Langnau

Viel Spaß trotz schlechtem Wetter

Zwei Tage später, am 5.August, war die Kinderferienbetreuung im Argental bei der Abteilung Langnau zu Gast. Hier hatten die sieben bis zwölf Jahre alten Kinder die Gelegenheit, das Feuerwehrgerätehaus zu entdecken. Getreu dem Motto "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung" durfte da natürlich auch die Besichtigung der vor der Halle abgestellten Fahrzeuge nicht fehlen. Neu in diesem Jahr war das bei der Feuerwehr wichtige Thema Brennen und Löschen, welches den Kindern durch verschiedene Experimente veranschaulicht wurde. Mit erstaunten Blicken beobachteten Sie den Kühleffekt von Wasser, eine Mehlstaubexplosion oder die Auswirkung eines mit Wasser gelöschten Fettbrandes (was natürlich falsch und lebensgefährlich ist).

Als das Nass von oben ein wenig nachließ, durften die Kinder selbst ans Werk: Mit Strahlrohr und Wasser mussten die beiden Mannschaften versuchen, einen Fußball ins gegnerische Tor zu lenken. Sowas gibt es auch bei der Feuerwehr nicht alle Tage. Nach diesem kräftezehrenden Spiel konnten die Kinder den Nachmittag mit Würstchen, Pommes und Getränken gemütlich ausklingen lassen. Auf die Frage, was ihnen denn am besten gefallen hat, kam da nur noch ein lautes und einstimmiges „Alles“.