Erfolgreiche Hauptübung in Tannau

Auch die Feuerwehr kann sich bekanntlich das Wetter nicht aussuchen. Daher ließen sich rund dreißig Kameraden der Abteilung Tannau am vergangenen Samstag auch von kühlem Wind und Nieselregen nicht von ihrer alljährlichen Hauptübung abhalten. Unterstützt wurden sie dabei von 11 engagierten Mädchen und Jungen aus der Jugendfeuerwehr sowie drei Kameraden des Deutschen Roten Kreuzes. 

Ein Übungsobjekt in anspruchsvoller Lage

Die Einsatzlage, welche der Einsatzleiter Sebastian Löw den Übungsbeobachtern Konrad Wolf, Manuel Strauß sowie Robert Müller kurz vor Beginn der Übung vorstelle, war dabei herausfordernd: Auf einem abgelegenen landwirtschaftlichen Anwesen brennt eine alte Hopfendarre in voller Ausdehnung. Vor Ort musste er schnell feststellen, dass in dem Gebäude noch eine Person vermutet wird, gleichzeitig sind jedoch die beiden in der Umgebung verfügbaren Hydranten mehrere hundert Meter in verschiedene Richtungen entfernt.

Mit insgesamt sechs Fahrzeugen sowie sieben C-Rohren und zwei B-Rohren waren die Tannauer Kameraden im Einsatz, um die vermisste Jugendliche zu retten und dem Brand Herr zu werden. Im realen Einsatz dieser Größe hätte man selbstverständlich weitere Kräfte alarmiert und zumindest noch einen weiteren Löschzug aus der Abteilung Tettnang angefordert, wie Abteilungsleiter Robert Müller in der abschließenden Lagebesprechung betonte.

Diese Übungskünstlichkeit bewährte sich jedoch umgehend, denn noch während der Hauptübung musste die Drehleiter der Abteilung Tettnang zu einem "echten" Einsatz nach Meckenbeuren ausrücken, welcher sich jedoch glücklicherweise als Fehlalarm herausstellte. Lobende Worte fand auch Bürgermeister Bruno Walter, welcher darauf hinwies, wie realitätsnah das Szenario angesichts des erst kürzlich bewältigten Großbrandes in Gesnauwiesen sei.

HÜ Tannau 2016 05