Spannende Montagsübungen in der Abt. Stadt

Die reguläre, im Schnitt alle zwei Wochen stattfindende Montagsübung zog wieder viele Kameraden in die Wangener Straße:

 

Übungen zum Thema Verkehrsunfall im Zug I
 
Der Zug I führte auf dem Übungshof in der Wangener Straße eine Übung zum Thema Technische Hilfeleistung durch.
Die beiden Zugführer Manfred Schmid und Benjamin Döpke betreuten bei der Übung jeweils eine Station. Station I thematisierte die Rettung von Personen bei einem Verkehrsunfall:
Hierzu wurden von Manfred Schmid die Grundlagen im Rettungseinsatz aufgefrischt und erläutert. Nachfolgend wurde das Thema Bereitstellungsplatz und Schrottablage angerissen, schließlich werden auf dem Bereitstellungsplatz sämtliche Werkzeuge und Rettungsmittel abgelegt, die zur Befreiung der eingeklemmten Personen notwendig sind. Dazu zählt beispielsweise auch der hydraulische Spreizer.
Ein wichtiger Punkt in einem Einsatz ist die Priorisierung der Rettung. Auch dieser Aspekt wurde in Zusammenarbeit mit den Kameraden intensiv bearbeitet, denn folgerichtig müssen in gemeinsamer Absprache mit dem Notarzt vorrangig solche Personen gerettet werden, welche lebensbedrohliche Verletzungen haben. In so einem Fall kann es auch zu einer schnellen Rettung kommen (ehm. „Crash-Rettung“).
 
Benjamin Döpke lehrte an Station II das Thema Sichern eines KFZ mit dem Stab-Fast-System:
In diesem Übungsteil wurden den Kameraden anschaulich erklärt, was die Vorteile des mitgeführten Stab-Fast-Systems gegenüber den herkömmlichen Methoden zum Unterbauen ist.
Schließlich muss ein Fahrzeug gegen Erschütterungen, Wegrutschen oder unkontrollierten Bewegungen gesichert werden. Denn diese ungewollten Bewegungen könnten bei einem Patienten im Fahrzeug zu weiteren Schmerzen oder Verletzungen führen.
Da ein Unfall nicht wie jeder andere ist wurde ebenfalls beleuchtet, wie Fahrzeuge in ungewöhnlichen oder schwierigen Lagen gesichert werden können.
Anschließend wurden die verschiedenen Aspekte nochmals in praktischen Übungen vertieft, ehe die Gruppen getauscht wurden.
 
 
Besuch des 2. Zuges beim THW in Friedrichshafen
 
Der Zug II rückte nach Friedrichshafen ab um den Ortsverein des THW Friedrichshafen besser kennen zu lernen, denn die Feuerwehren arbeiten im Einsatz auch mit dem THW zusammen.
An dem THW-Standort, welcher sich in unmittelbarer Nähe zur Messe befindet, warteten die Kameraden in ihrer charakteristischen blauen Uniform bereits mit drei aufgebauten Stationen, auf welche sich die Tettnanger Kameraden gleichmäßig verteilten.
So war bereits von der Fachgruppe Räumen an der Station I schweres Gerät aufgebaut, an welchem auch die Feuerwehrler Hand anlegen durften.
Mit Presslufthammer, Pressluftbohrer und mittels Fernsteuerung an einem Radlader mit Hydraulikhammer durften die Kameraden an Betonwänden und Betonplatten Erfahrung sammeln.
Station II befasste sich mit dem  GKW (Gerätekraftwagen), einem Fahrzeug das dem Rüstwagen bei der Feuerwehr ähnelt. Hier wurde kurz auf die Beladung des geländegängigen Fahrzeugs eingegangen. Anschließend wurde gemeinsam eine Puppe aus dem 1. Obergeschoss mittels Leiter und Trage gerettet.
Wie auch bei den Feuerwehren ist im THW die Dokumentation von Einsätzen und deren Leitung wichtig. Hierfür steht im THW – ebenfalls wie in der Feuerwehr – ein Einsatzleitwagen zur Verfügung. An dieser letzten Station wurde ebenso noch der Mehrzweckkraftwagen präsentiert.
Nach der Übung wurden die Tettnanger Feuerwehrleute zum Abendessen eingeladen, wobei die Feuerwehrler mehr über das Einsatzleben der THWler erfahren konnten.
So war beispielsweise eine Interessante Tatsache, dass das THW zwar über das Jahr hinweg „nur“ eine Hand voll Einsätze fährt, diese aber dann gleich einige Stunden oder sogar mehrere Tage gehen.
Insgesamt war der Besuch beim THW hilfreich um die Kameraden und deren Fahrzeuge samt Ausrüstung näher kennen zu lernen.
 
Die Feuerwehr Tettnang bedankt sich herzlich bei der gesamten THW-Mannschaft für die Bemühungen und die Gastfreundschaft!