Leistungsabzeichen in Heiligenberg

26 Gruppen aus dem gesamten Bodenseekreis sind am vergangenen Wochenende zur Abnahme der Leistungsabzeichen in Heiligenberg angetreten. Mit dabei waren auch einige Kameraden der Feuerwehr Tettnang, die gemeinsam mit Kameraden der Feuerwehren Meckenbeuren und Eriskirch mit jeweils zwei Gruppen in den Stufen Bronze und Gold antraten.

Brandbekämpfung und Menschenrettung

Für das bronzene Leistungsabzeichen galt es, vor einer offenen Scheune (dargestellt durch ein Baugerüst) in Brand geratenen Sperrmüll durch die Vornahme von zwei C-Rohren abzulöschen. Laut Übungsannahme drohte der Brand durch ein im Erdgeschoss offen stehendes Fenster auf das angrenzende Wohnhaus überzugreifen. Während der Vornahme des C-Rohres durch den Angriffstrupp machte sich eine Person auf dem Balkon des Wohnhauses im ersten Obergeschoss (Plattform des Übungsgerüstes) bemerkbar, welche durch einen weiteren Trupp über eine tragbare Leiter gerettet werden musste. Während der Abnahme achteten die fünf Schiedsrichter nicht nur auf die Einhaltung der Zeitvorgaben, sondern bewerteten die Gruppe auch anhand eines umfassenden Fehlerkataloges. 

Abschlussfoto der beiden Bronzegruppen

Bronzegruppe mit Kameraden aus Tettnang, Meckenbeuren und Eriskirch

Abschlussfoto der beiden Goldgruppen

Gemeinsame Goldgruppe der Feuerwehren Tettnang und Meckenbeuren

Überzeugend in Theorie und Praxis

Naturgemäß waren die Anforderungen an die Goldgruppen noch höher gesteckt. Im ersten Durchlauf galt es, unter Atemschutz den Brand in einer (ebenfalls durch ein Baugerüst dargestellten) Garage zu bekämpfen und parallel einen Bewohner des Gebäudes über eine Leiter zu retten. Der Angriffstrupp stellte beim Beginn der Löscharbeiten fest, dass in der Garage auch aus einem Kanister auslaufender Kraftstoff in Brand geraten war. Der Gruppenführer gab daraufhin schnell den Befehl zum Rückzug und zur Vornahme eines Schaumrohres. Bald darauf konnte er den Schiedsrichtern erfolgreich "Brand aus" melden. 

Im Anschluss folgte die Abnahme im Bereich der technischen Hilfeleistung. Hier galt es, den Fahrer eines bei Nacht von einem umstürzenden Baum getroffenen PKWs aus einem Fahrzeug zu befreien, die medizinische Erstversorgung bis zum Eintreffend es Rettungsdienstes durchzuführen und anschließend das Geschick beim Befestingen verschiedener Gerätschaften mittels Feuerwehrknoten unter Beweis zu stellen. Auch hier wachten die 5 Schiedsrichter genau über Zeitlimits und fachliche Fehler.

Bei der dritten Prüfung mussten die Kameraden ihr Fachwissen in der Theorie unter Beweis stellen. Die jweils dreißig Fragen deckten dabei von der Brandbekämpfung über die Erste Hilfe bis hin zu Gefahrguteinsätzen alle Bereiche der Feuerwehrtätigkeit ab.

„Das ist ein so schönes Bild, wenn ihr alle hier steht in voller Montur“

Sichtlich erfreut zeigte sich auch der Bürgermeister von Heiligenberg, Frank Amann, bei der abschließenden Verleihung der Abzeichen mit allen 154 Teilnehmern. „Ihr leistet einen tollen Dienst für Eure Bürger“, so seine Überzeugung. Auch Kreisbrandmeister Henning Nöh lobte das große Engagement der Kameraden und Kameradinnen für die Leistungsprüfungen und die hohe Ausbildungsqualität in den Wehren. Sein Dank galt auch den Schiedsrichtern, welche diese Funktion ebenso wie alle Teilnehmer ehrenamtlich und neben ihren alltäglichen Aufgaben in den Wehren übernehmen.

Brandbekämpfung durch die zweite Goldgruppe